Im September 1994, ein Jahr nach dem Abschluss meiner Lehre im Hotel Stella, trat ich eine Stelle als Kellner im Restaurant Emmental in Thun an — bei der Hotel Emmental Betriebs AG. Bis Januar 1998 arbeitete ich dort, fast dreieinhalb Jahre.
Die Arbeit umfasste Gästebetreuung, Getränke- und Essenzubereitung sowie das selbstständige Führen von Bar- und Servicebetrieb. Thun war meine Heimatregion. Das verändert den Blick auf einen Betrieb — man kennt das Quartier, die Stammgäste, den Rhythmus der Stadt.
In diesen Jahren festigte sich, was ich in der Lehre gelernt hatte: der Umgang mit Gästen in unterschiedlichen Stimmungen und Situationen, das Organisieren eines laufenden Abends, das Jonglieren zwischen Küche und Tisch. Bar- und Servicebetrieb laufen nicht immer synchron, und wer beides führt, muss beides im Kopf behalten.
Im Januar 1998 kündigte ich auf eigenen Wunsch. Das Arbeitszeugnis hält fest, dass ich mir damit eine Weiterbildung im Ausland ermöglichen wollte — und so war es. Es zog mich für eine Weile in eine andere Richtung.
Die Zeit im Restaurant Emmental war eine verlässliche Station. Nicht die aufregendste, aber eine solide: fast vier Jahre, dieselbe Aufgabe, dieselben Gäste, kontinuierliche Arbeit. Und am Ende ein Abschluss, den ich selbst gewählt habe.