Neu aufgebauter Beetstreifen entlang des Zauns mit verschiedenen Minzesorten

Das schmale Bandeli: wie ein Problemstreifen zur Minzzone wurde

Manche Gartenecken schaut man einfach durch. Der Streifen entlang des Zauns war so eine: eng, unattraktiv, bewachsen mit dem, was man nicht will, und schwierig zu pflegen. Ich hatte ihn jahrelang ignoriert.

Dann kam der April 2026, und ich hatte endlich Zeit — und ein paar Bretter aus gefälltem Holz vom Hof-Umschwung.

Das Prinzip war einfach. Eine Rückwand aus dem vorhandenen Holz aufbauen, den Erdaufbau erhöhen und stabilisieren, den Streifen verwandeln. Kein zugekauftes Material, kein Import von ausserhalb des Systems. Was vor Ort lag, wurde verwendet. Parallel zum bestehenden Beetrand entstand entlang des Zauns eine Rückwand, die den Aufbau fasst und stabilisiert — schlicht, sinnvoll, kreislauforientiert.

Die Minze kam aus dem Balkon-Projekt. Gross geworden, geteilt, verpflanzt. Sie passt gut in diesen Streifen: robust, wuchsfreudig, wohlriechend, und sie hält andere unerwünschte Pflanzen mit Beschattung in Schach. Verschiedene Sorten, verteilt über die ganze Länge.

Was mich an diesem kleinen Projekt gefreut hat: Es zeigt, wie Teile des Systems ineinandergreifen. Balkonpflanzen werden geteilt und landen im Beet. Holz vom Umschwung wird zur Einfassung. Kein Element steht für sich allein. Der Balkon hat den Garten mitgeprägt — und der Garten gibt zurück.

Das schmale Bandeli ist heute mein liebster Gartenbereich. Ich weiss noch nicht genau warum — vielleicht, weil es lange das Letzte war, dem ich Aufmerksamkeit geschenkt hätte.


Das Projekt im Vereins-Kontext: https://www.permazwerg.ch/project/vom-problemstreifen-zum-minze-bandeli/