Filmplakat zum Pop-up Kino zum Thema regenerative Landwirtschaft, Mai 2026

Six Inches of Soil — ein Film und was er aufgewühlt hat

Ich sitze auf einer Biertuhlbank unter freiem Himmel, es ist kurz vor Filmstart, und auf der Leinwand leuchtet der Titel: «Six Inches of Soil». Sechs Zentimeter Boden. Das ist alles, woraus unsere Ernährung letztlich entsteht.

Ende Mai 2026 war ich Teil des Pop-up Kinos auf dem Hof Schwarzenbach in Spiez — organisiert zusammen mit Filmen für die Erde und dem WWF Schweiz. Der Film erzählt von drei jungen britischen Landwirtinnen und Landwirten, die einen anderen Weg gehen: regenerative Landwirtschaft statt industriellem System. Drei Menschen an Wendepunkten ihres Lebens, die entschieden haben, den Boden wieder als Ausgangspunkt zu nehmen.

Was mich an solchen Abenden bewegt, ist weniger der Film selbst als das, was danach kommt. Die Gespräche. Das Nachfragen. Die Menschen, die sich doch nicht so sicher sind, ob alles so bleiben muss, wie es ist. Ich habe am Abend nichts Neues gelernt im technischen Sinn — die Prinzipien kenne ich. Aber ich habe gesehen, dass Menschen, die noch nie das Wort «Permakultur» gehört haben, dieselben Fragen stellen wie ich. Das ist nicht selbstverständlich.

Die Veranstaltung war Teil einer Tournee durch die ganze Deutschschweiz. Ein kleiner Abend in Spiez, viele andere Abende anderorts. Zusammengezählt vielleicht ein paar Tausend Menschen, die einen Abend lang über sechs Zentimeter Boden nachgedacht haben.

Ich denke seither öfters daran, wenn ich im Garten grabe.


Das Projekt im Vereins-Kontext: https://www.permazwerg.ch/project/filme-fuer-die-erde-pop-up-kino-auf-dem-hof-schwarzenbach/