Hochbeet im Garten des Kundenprojekts Hohmadpark 18 in Thun

Im Wohnquartier anfangen: das Konzept für Hohmadpark 18 in Thun

Der erste Eindruck bei einem Kundenprojekt entscheidet viel. In Thun, an der Strasse Hohmadpark 18, war der erste Eindruck: Hier ist mehr drin, als man sieht.

Es war ein bestehender Garten — mit Rasen, einzelnen Obstbäumen, Wegen, Nachbarschaft. Kein Anfang auf der grünen Wiese. Genau das macht es interessant. Ich habe gemeinsam mit meiner Frau das erste Konzept erarbeitet: Wo fällt wann die Sonne? Wie fliesst das Wasser ab? Wo sind die Zonen, die täglich genutzt werden, und wo die, die mehr Ruhe brauchen?

Für die Familie von Niederhäusern war die Frage nicht, ob sie Permakultur wollen — sondern wie sie ihren bestehenden Garten sinnvoller nutzen können. Einfacher zu pflegen, vielfältiger, nachhaltiger. Das Konzept hat Sektoren analysiert, Bedürfnisse einbezogen und erste konkrete Gestaltungselemente vorgeschlagen: ein Hochbeet an einer bestimmten Stelle, Gehölze nach Zonenlogik, ein besserer Umgang mit Regenwasser.

Was mich bei diesem Projekt überzeugt hat: Permakultur im Wohnquartier ist keine Kompromisslösung. Sie folgt denselben Prinzipien wie ein grosser Hof — nur dichter, auf engem Raum, mit anderen Prioritäten. Die Menschen, die hier leben, stehen täglich mit diesem Garten in Kontakt. Das ist ein Vorteil, kein Nachteil.

Jeder Garten hat eine eigene Logik. Man muss sie zuerst lesen, bevor man schreibt.


Das Projekt im Vereins-Kontext: https://www.permazwerg.ch/project/p08-hohmadpark18/