Permakultur-Projekt Doerfli 147 in Heiligenschwendi, Hanglage mit Weitblick

Auf über tausend Metern: das Permakultur-Konzept für Doerfli 147

Wenn man aus dem Auto steigt und die Aussicht einen kurz sprachlos macht, ist das ein gutes Zeichen. Heiligenschwendi, Doerfli 147, auf über tausend Metern. Weite Wiesen, ein Bauernhaus, Gehölze, eine Quelle irgendwo im Hang.

Das war unser zweites Kundenprojekt in kurzer Zeit, und ich habe gemeinsam mit meiner Frau auch hier ein erstes Ideenkonzept erarbeitet. Was einen Ort wie diesen besonders macht, ist nicht nur seine Grösse oder die Höhenlage — sondern die Dichte an Möglichkeiten. Eine Quelle bedeutet Wasser. Hanglage bedeutet Energie und Herausforderung zugleich. Gehölze bedeuten Schatten, Windschutz, Lebensraum. Das alles ist bereits vorhanden. Die Frage ist, wie man damit arbeitet.

Für die Familie Sommerhalder war es ein neuer Lebensort. Das gibt jedem Konzept eine andere Qualität: Hier wird nicht renoviert — hier wird ein neues Zuhause entworfen. Die Frage war, wie das System schrittweise entstehen kann, ohne sofort alles umzugraben. Zonen und Sektoren habe ich daher erst nach längerer Beobachtung gezeichnet. Was brauchen die Menschen hier wirklich? Was bietet der Ort von sich aus?

Das Konzept blieb bewusst offen, mit Spielraum für Entwicklung. Ein permakulturelles System braucht Zeit — es wächst mit seinen Nutzern und verändert sich mit den Jahreszeiten. Gerade auf einem Berghang ist das keine Einschränkung. Es ist die Bedingung.

Auf über tausend Metern gelten dieselben Prinzipien wie im Flachland. Aber sie klingen anders, und sie schmecken anders.


Das Projekt im Vereins-Kontext: https://www.permazwerg.ch/project/p09-doerfli-147/